5 Dinge, die ich vor meiner ersten Hochtour gerne gewusst hätte

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Heute möchte ich mit dir über 5 Dinge sprechen, die ich gerne vor meiner ersten Tour gewusst hätte. Bei meinen Touren habe ich bisher viel Erfahrung sammeln können. Bei ein paar Punkten wäre es besser gewesenen, wenn ich diese schon vor den Touren gewusst hätte. Das hätte mir einigen Stress erspart. Damit du nicht deine Touren mit „Hätte“ beschreiben musst, möchte ich dir diese 5 Punkte heute vorstellen.

 

5 Dinge – hier habe ich Fehler gemacht

  1. Ausrüstung
  2. Rucksack (Gewicht)
  3. Übernachtung auf Hütten
  4. Training für Hochtouren
  5. Planung für Touren 

 

Ausrüstung und Rucksack 

Die ersten zwei Punkte gehören indirekt zusammen, dass sie voneinander abhängig sind. Bei einer meiner ersten Touren habe ich meinen Rucksack für eine 6 tägige Hochtourenwoche gepackt. Ich habe mir die Packliste angeschaut und bei der Anzahl der T-Shirts bin ich etwas in Grübeln gekommen. Wieso nur 2 T-Shirts für eine Woche. Das ist doch viel zu wenig. Also kamen mehr Shirts in den Rucksack. So ging das bei ein paar Gegenständen noch weiter. Teilweise habe ich Dinge eingepackt, die ich nicht im Geringsten gebraucht hätte. Das hatte mehrere Gründe. Ich wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, welche Ausrüstung wirklich für die Tour notwendig ist und wie das Wetter das Packen beeinflusst. Im Endeffekt hatte ich viel zu viel dabei.

 

Gewichtsreduzierung

Das spiegelt sich im zweiten Punkt wider. Das Gewicht des Rucksacks. Im Tal dachte ich mir, dass ich den Rucksack locker tragen kann. Im Tal war das auch richtig, aber je höher wir kamen und umso mehr wir liefen, taten mir meine Schulten weh. Gefühlt ist der Rucksack um Faktor 2-3 mit der Höhe schwerer geworden. So waren die Tage echt anstrengend. Mein Glück war, dass wir nach ein paar Tagen nochmals kurz im Tal waren. So konnte ich das meiste aus meinem Rucksack entfernen und so an Gewicht sparen.

 

Reduziere deine Ausrüstung auf das Minimum. Das kostet am Anfang Überwindung. Mach dir bewusst, dass es völlig normal ist, auf der Tour ein wenig zu riechen und dass das auch mit dazu gehört. Der zweite Punkt ist, dass du dich mit deiner Ausrüstung beschäftigen musst, um zu wissen was du wirklich brauchst. Checke vor der Tour das Wetter und die aktuellen Verhältnisse und passe dementsprechend deine Tour an. Auch überlege dir, ob du Dinge doppelt haben musst. Gerade beim Thema Bilder ist aus meiner Sicht ein Smartphone heutzutage mehr als ausreichend und du musst nicht noch zusätzlich eine Kamera mitnehmen. Übe hier minimal zu packen. Wenn dir das gelingt hast du es während der Tour einfacher.

 

Übernachtung auf Hütten

Über das Thema habe ich schon einiges geschrieben. Welchen Punkt ich aber ansprechen möchte ist folgender. Was passiert, wenn ich nicht schlafen kann aufgrund der Höhe oder Nervosität vor der Tour. Bei einer meiner ersten Touren konnte ich die erste Nacht überhaupt nicht schlafen. Ich habe mir also die ganze Nacht Gedanken gemacht, ob ich die Tour am nächsten Tag überhaupt schaffen kann. Wie soll das ohne Schlaf gehen und weitere Gedanken haben mich geplant. Lass dir sagen, auch wenn du nicht gut schläfst oder gar kein Auge zubekommst, kannst du am nächsten Tag gut eine Tour gehen. Bleibe hier ruhig und entspanne dich. Das hilft dir auch. Ich höre dann meistens Hörbücher. Das entspannt mich am besten. In der darauffolgenden Nacht ist es dann immer besser. 

 

Bleib entspannt bei schlechten Nächten.

 

Training für Hochtouren

Ich selbst bin jemand der sehr gerne ins Fitnessstudio geht. Ich mag auch das klassische „pumpen“. Nur bringt das leider nichts fürs Hochtouren gehen. Hier hätte ich gerne zu Beginn gewusst, dass man für Hochtouren sehr spezifisch trainieren muss. Ich konnte mir bei den Tourenbeschreibungen nichts vorstellen z.B. unter 1000Hm hoch und 6 Stunden Gehzeit. Vor allem auch nicht wie sehr sich die Belastung nochmal durch die Höhe ändern kann. Mittlerweile vergleiche ich oft Hochtouren gehen mit permanentem Treppensteigen. Hier siehst du auch, was du trainieren solltest. Die Beine auf Dauerbelastung. Am besten geht das natürlich in den Bergen, aber wenn du im flachen Land wohnst, dann hilft ein Stairmaster aus dem Fitnessstudio.

Trainiere* spezifisch für deine Bergtouren je nach Art der Tour.

 

Planung von Touren

5 Dinge habe ich dir vorgestellt. Kommen wir zum letzten Punkt. In der Theorie gibt es viele Tools und Vorgaben, wie man Touren plant. Aber welche ist am Anfang am besten? Woher weiß ich welche Touren für mich geeignet sind? Wie fange ich an zu planen? Diese Fragen haben mich lange beschäftigt. Dabei ist das Ganze aus meiner heutigen Sicht nicht so kompliziert. Um einen Überblick zu erhalten, solltest du erstmal einen ehrlichen Blick auf dein eigenes Können werfen. Dazu zählen dein Fitnesszustand, dein Wissen/Erfahrung bei Hochtouren, deine Kletterfähigkeiten (Im Fels) und dein Umgang mit der Ausrüstung. Je nachdem wie du das für dich einschätzt, kannst du nach Touren suchen und so deine Wahl einschränken, statt wehrlos herumzusuchen.

 

Erstelle einen Überblick deiner Bergfähigkeiten* und wähle dann deine Tour aus.

 

5 Dinge beim Bergsteigen – es gehört viel dazu

Zum Bergsteigen gehören viele Dinge dazu. Da ich am Anfang viele Fehler gemacht habe, weil ich es nicht besser wusste, habe ich auch diesen Blog gegründet, um meine Erfahrungen mit dir teilen zu können. In den verschiedenen Kategorien findest du dabei alles für einen perfekten Start in die Welt der Hochtouren. Ich selbst lerne auch bei jeder Tour neu dazu und freue mich auch in Zukunft die Punkte weiter mit dir teilen zu dürfen. Ich hoffe dir hat der Artikel gefallen. Bei Fragen kannst du mich jederzeit anschreiben. Bis dann,

 

Jonathan

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