Keine Spuren hinterlassen – Umgang mit der Natur

Keine Spuren hinterlassen Titelbild - Keine Spuren hinterlassen - Umgang mit der Natur

Anders wie der Titel vermuten lässt, geht es heute nicht um das perfekte Verbrechen, sondern um aus meiner Sicht ein anderes sehr wichtiges Thema. Wer wie wir Bergsteiger, Wanderer, Kletterer oder allgemein Outdoorsportler, in die freie Natur geht, will abseits der großen Touristenströme über Wege auf einem Gipfel stehen. Dabei ist es wichtig die Ressource Natur zu schützen und darum soll es heute gehen.

Die 7 goldenen Regeln

  1. Planen und vorbereiten
  2. Auf unempfindlichen Untergrund gehen und zelten
  3. Müll richtig entsorgen
  4. Nichts mitnehmen
  5. Feuerstellen korrekt anlegen
  6. Die Tierwelt respektieren
  7. Anderen Wanderern rücksichtsvoll begegnen

Planen und Vorbereiten

Bei der Planung solltest du darauf achten, dass die Tour für alle in der Gruppe geeignet ist, sodass es zu keiner Notsituation kommt, in der ihr die Regeln brechen müsst. Zu der Planung der Schwierigkeit und Dauer gehört auch die Essenplanung. Da gilt es prinzipiell – je mehr Verpackungsmüll jemand dabei hat, umso eher bleibt etwas in der Natur zurück. Schau, ob du etwas umpacken kannst. Bei meinen Touren sammle ich immer den Müll und entsorgen ihn in Hütten.

Achte bei der Planung auch auf regionale Vorschriften. Teilweise brauchst du einen Berechtigungsschein (nicht in den Alpen), um in gewissen Regionen unterwegs zu sein. Ziel der Vorschriften ist es, den Outdoor Tourismus zu beschränken.

Gehen und Zelten

Beim Gehen gilt es, wenn möglich, auf den Wegen zu bleiben. Falls du den Weg verlass musst, kannst du dich an den folgenden Regeln/Werten orientieren

  • Wenn möglich auf Schnee gehen
  • Pausen nur auf unempfindlichem Gelände machen
  • Müll aufheben und mitnehmen
  • Andere Wanderer an geeigneten Stellen überholen lassen

Zelte am besten nur auf erlaubten Plätzen. Wildcampen ist vieler Orts verboten.

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Übernachtungsplatz bei unsere Tour auf die Zugspitze (Februar 2020)

Müll entsorgen

Am besten ist es, den Müll, den man hat, selbst wieder mitzunehmen. Da ich bei meinen Touren immer in Hütten bin, kann ich dir zu der Entsorgung von Essensresten und Toilettengängen nicht groß etwas erzählen. Das werde ich nach meiner Expedition nachholen.

 

Nichts mitnehmen

In der Natur gilt die Regel „Nur gucken, nicht anfassen“. Besonders seltene Pflanzen solltest du nicht mitnehmen. Bei vielen ist es sogar verboten und du machst dich damit strafbar. Mache einfach ein Bild, daran kannst du dich auch noch im Nachhinein erfreuen.

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Hütte in Südtirol (August 2018)

Feuerstellen

Da ich bisher nur an schon eingerichteten Feuerstellen gekocht habe, kann ich dir nur sagen, dass du darauf achten musst, dass das Feuer komplett aus ist. Mehr zu dem Thema findest du ansonsten hier.

 

 

Tierwelt

Tiere sind Teil des komplexen Ökosystems und unsere Verantwortung liegt darin, nicht in die Abläufe einzugreifen. Hier ein paar Grundregeln:

  • Sich Tieren nicht nähern oder anfassen
  • Keine Wildtiere füttern
  • Essenskrümel aufheben
  • Nach nistenden Vögeln Ausschau halten
  • Dafür sorgen, dass der eigene Hund keine Tiere stört
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Klettern an der Almagellerhütte (Juni 2019)

Andere Wanderer

Achte darauf, dass du keinen störst durch laute Musik etc. und du die Privatsphäre der anderen respektierst. Beim Gehen oder Klettern solltest du aufpassen, dass du nichts lostrittst, wodurch andere gefährdet werden.

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Bergsteiger auf dem Weg zum Gipfel es Weissmies (Juni 2019)

Dein Umgang

Im Grunde kann man zu allen Punkten nur sagen, dass der einfache Menschenverstand und ein wenig Fokus ausreichen, sodass du optimal unterwegs bist. Störe nicht das Ökosystem der Natur, sei aufmerksam, nimm den Müll mit und respektiere alle Lebewesen, die du triffst. So kannst du auch die Touren optimal genießen. Ich wünsche dir einen schönen Start in die Woche. Bis dann,

 

Jonathan

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