Besser Klettern – Sportklettern mit System

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In meinem ersten Urlaub im März geht es für mich nach Gran Canaria zum Sportklettern. Es ist der erste Urlaub dieser Art. Bisher war ich schon ein paar Mal Sportklettern übers Wochenende, aber noch nie für eine Woche und auch noch nicht in Spanien. Aktuell klettere ich viel in der Halle. Drinnen klettern macht Spaß, aber draußen ist es noch 1000 mal besser. Da es bei mir auch noch nicht so lange her ist, möchte ich mit dir meine Erfahrungen teilen, was du beim Felsklettern alles zu beachten hast.

 

5 Schritte zum Felsklettern

Im Prinzip gibt es fünf Dinge zu beachten. Grundvorrausetzung ist, dass du schon Erfahrung beim Vorstiegsklettern hast, die richtige Ausrüstung mitnimmst und dir ein Klettergebiet aussuchst, welches zu dir passt.

Folgende 5 Schritte bringen dich zum Felsklettern. Inspiration für die Punkte ist ein Artikel aus der Zeitschrift„Klettern & Bouldern“ vom Februar 2018:

  1. Vorbereitung
  2. Korrekt sichern
  3. Richtig klippen
  4. Klettern mit Taktik
  5. Abbauen und Ablassen

 

Die Vorbereitung – spießige Ordnung?

Anders als beim Klettern brauchst du beim Felsklettern mehr Ausrüstung. Wenn du bisher noch nicht weißt, welche Ausrüstung notwendig ist, schau doch mal hier vorbei. Wichtig vor dem Start zum Klettern ist es, die Ausrüstung sauber zu sortieren. Besonders das Material am Klettergurt sollte so positioniert sein, dass du intuitiv weißt, wohin du greifen musst. Besonders wichtig ist, das Seilende zu fixieren, sodass nie das Seil ausgehen kann. Damit vermeidest du Kletterunfälle. Für mich wichtig ist es, beim Felsklettern immer auch bequeme Kletterschuhe zum Warmklettern dabei zu haben!

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Korrekt sichern: Man kann nur gut klettern, wenn man gut gesichert wird

Auch in der Halle sollte das immer Pflicht sein und am Felsen ist es nochmal besonders wichtig einen Partnercheck zu machen. Auch solltet ihr euch überlegen, wo der Sichernde steht. Beim Felsklettern ist es teilweise nicht so leicht, die Position zu wechseln, wie in der Halle. Auch solltet ihr euch bewusst machen, gerade im unteren Bereich stramm zu sichern, sodass im Falle eines Sturzes kaum Schlappseil im System ist. Auch hier gilt der sichere Umgang mit eurem Sicherungsgerät. Es kann auch von Vorteil sein, mit dem Sicherungsgerät des anderen umgehen zu können. Eine Sicherungsbrille kann beim Felsklettern besonders von Vorteil sein. Hier gilt: testet den Umgang mit der Sicherungsbrille zu erst einmal in der Halle.

 

Empfehlung für eine Sicherungsbrille:

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Richtig klippen – draußen ist anders

Während in der Halle meist Expressen hängen, muss du dich am Felsen um die Sicherung selbst kümmern. Hier ist es unterschiedlich. Einige Routen sind durch Bohrhaken abgesichert. Andere Routen auch gar nicht. Dort musst du nochmal mehr Material mitnehmen. Allgemein solltest du in Bodennähe sicher klippen. Die Techniken zum richtigen Klippen erlernst du am besten in einem Kurs. Auch der Einsatz von kurzen und langen Exen wird dir dort erklärt. Auch entscheidend kann sein, welche Positionen die Exen haben. Wichtig ist vor allem das Klettern mit einer Taktik. Teile dir die Route ein und achte immer darauf, dass du noch genügend Material zum Sichern hast

 

Klettern mit Taktik – Aufteilen der Route

Am Felsen gelten die gleichen Regeln wie in der Halle. Hier solltest du vor Beginn der Route den Verlauf studieren. Oft ist die Route am Felsen nicht ganz offensichtlich. Hier können dir Kletterführer aus dem Klettergebiet helfen. Entscheidend am Felsen ist es, entspannt zu klettern. Schau, dass du mit Ruhe kletterst. Dort kann dir das mentale Training aus einem meiner letzten Artikel helfen.

Buchempfehlung:

Klettern – Technik | Taktik | Psyche: Alpin-Lehrplan 2ir?t=bergsteigenle 21&l=am2&o=3&a=3835417649 - Besser Klettern – Sportklettern mit System

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Abbauen und Ablassen – wer hochsteigt, muss auch wieder runter

Anders als beim Klettern in der Halle musst du am Felsen Material mitnehmen. Wie das Abbauszenario aussieht, hängt von der Route und Gegebenheiten ab. Normalerweise seilt man sich zum Schluss über einen Umlenker in den Routen ab. Dafür muss man das Seil durchfädeln. Das übt man am besten erstmal am Boden oder in einem Kurs. Wenn dich das Thema fädeln jetzt schon näher interessiert, schau hier vorbei. Auch solltest du darauf achten, dass du deinen Müll und alles andere wieder mitnimmst.

 

Fazit

Felsklettern ist nochmal eine andere Angelegenheit als das Klettern in der Halle. Jedoch wird es jeden Kletterer irgendwann an den Felsen ziehen. 5 Punkte sind dabei besonders zu beachten. Falls du dich jetzt noch unsicher fühlst und du keinen Kletterpartner hast, der sich in dem Bereich schon auskennt, ist es ratsam zu allererst einen Kurs z.B. mit dem DAV zu machen, um die Grundlagen sauber zu erlernen. Ich wünsche dir viel Spaß bei deinen neuen Abenteuern und wünsche dir einen schönen Start in die Woche.

Bis dann,

Jonathan

 

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