Smartphone in den Bergen – Fluch oder Segen?

Bergsteiger beim Fotografieren mit dem Smartphone auf Hochtour

Es ist mittlerweile kaum noch aus dem Leben wegzudenken. Jeder hat es und nutzt es täglich. Die meisten sogar mehrere Stunden pro Tag. Wie du es im Titel schon erkennen kannst, geht es um das Smartphone. Heute will ich über das Smartphone in den Bergen sprechen. Die Vorteile und Möglichkeiten, welche uns dieses Gerät bietet, aber auch die Nachteile, welche es mit sich bringt.

 

Warum sollte man sein Handy in die Berge mitnehmen?

Das Smartphone bietet uns unzählige Vorteile und Erleichterungen im normalen Alltag und auch am Berg. Es gibt ein paar Gründe, warum du dein Handy immer mitnehmen solltest. Ich denke der wichtigste Grund ist offensichtlich – zum Drehen von Instastorys.

 

Natürlich nicht. Der Hauptgrund, sein Handy immer mit zu haben ist, wenn man in eine Notsituation kommt. Ich hoffe für euch, dass es nie passiert. Aber wenn, ist es extrem wichtig, Hilfe rufen zu können und seinen Standort zu bestimmen. Deshalb solltest du auch immer darauf achten, dass dein Akku immer voll ist. Bei kalten Temperaturen solltest du dein Handy immer körpernah trag, sodass die Kälte dem Akku nichts antun kann.

 

Darüber hinaus gibt es noch ein paar andere Vorteile. Man kann unterwegs schnell und einfach auf die neusten Wetterdaten zugreifen, über Kartenapps navigieren, Hütten informieren und buchen, bezahlen und fotografieren. Alles einfach und schnell. In einem der nächsten Artikel werde ich dir passend dazu noch die besten Smartphone Apps für Bergsteiger vorstellen.

 

Kein Empfang – was tun im Notfall

Wie oben besprochen ist das Smartphone vor allem in Notsituationen unabdingbar. Zum Glück ist das Netz zum aktuellen Zeitpunkt in den Bergen sehr gut ausgebaut. Meistens sogar besser als irgendwo in Deutschland. Dennoch kommt es manchmal vor, dass man kein Netz hat und ein Notfall vorliegt.

 

Was also tun, ohne Netz?

  • Ändere deinen Standort. Wichtig ist, dass du dabei weder dich noch jemand anderen in Gefahr bringst
  • Handy aus- und wieder einschalten. Vor der PIN-Eingabe direkt den Notruf wählen. Dann wählt sich das Telefon direkt in das stärkste Netz ein und nicht in das des Anbieters.
  • Das Notsignal kannst du im Notfall auch manuell über Licht oder Akustiksignale setzen
  • Vor der Tour einer Kontaktperson den Zeitplan und die Route weiterleiten bzw. dich in das Hüttenbuch eintragen
  • Grundsätzlich: Offline-Karten im Smartphone verwenden oder aktuelles, analoges Material mitnehmen. Ich selbst habe immer analoge Karten dabei. Ein Akku geht nämlich schnell mal leer

 

Welche negativen Punkte gibt es aus meiner Sicht?

Das Smartphone hat aber auch einige Dinge verändert. Auf zwei Dinge möchte ich hier eingehen, welche mir speziell aufgefallen sind. Das erste Thema ist der Umgang auf der Hütte. Man betritt oftmals eine Hütte und alle hängen am Handy. Ich persönlich finde das schade, da man sich dort mit Gleichgesinnten über Touren und andere Abenteuer austauschen kann. Gerade das macht auch das Erlebnis Bergsteigen und Hütte mit aus. Die Interaktion findet aber oftmals nur mit dem Handy statt. Der zweite Punkt bezieht sich auf das Thema Fotografieren. Dadurch, dass es mittlerweile so einfach geworden ist Bilder zu machen und zu teilen, verführt einen das immer riskantere Bilder zu machen. Man geht bewusst ein Risiko ein für das perfekte Bild, um es später zu teilen und Likes dafür zu generieren. Ich will mich hier auch keinesfalls rausnehmen. Das stellt für mich die zweite Schattenseite dar. Ich selbst dokumentiere meine Touren auch, um sie zu teilen und suche für mich immer den Kompromiss. Aber eine optimale Lösung für den Umgang habe ich noch nicht.

 

Wie ich mein Handy in den Bergen nutze

Ich nutze mein Handy für mehrere Dinge. In erster Linie habe ich es für den Notfall mit. Aber zum Glück kam der Fall bisher nur einmal vor. Man häufigsten nutze ich es, um während der Tour Bilder und kleine Videos zu machen. In der Hütte und in Vorbereitung für Touren nutze ich den Wetterbericht und teilweise nochmal die Tourenforen. Abends vor dem Schlafen höre ich immer mit dem Handy Musik oder Hörbücher. Während den Touren versuche ich meine Social Media Zeit zu reduzieren und Dinge erst wieder im Tal zu posten. Während den Touren habe ich auch immer das mobile Netz aus.

 

Smartphone – Hilfe beim Bergsteigen

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Smartphone unser Bergleben deutlich vereinfacht und uns kompakt viel bietet. Neben der Möglichkeit immer an alle Informationen heranzukommen und Momente festzuhalten ist vor allem die Funktion im Notfall Hilfe zu rufen unabdingbar. Wichtig ist, dass man bei allem nicht vergisst seine Tour zu genießen und die Momente während der Tour und auf den Hütten genießt. Am Gerät hängen kann man auch zuhause. Ich hoffe dir hat der Artikel gefallen. Bis dann,

Jonathan

 

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