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Klettersteige werden immer beliebter als Bergsportart. Auf den ersten Blick bietet es Abenteuer, einen einfacheren Start im Vergleich zum Klettern und Hochtouren, ist Familien geeignet und bietet eine neue Möglichkeit einen Berg zu besteigen. Im heutigen Artikel will ich mit dir alle wichtigen Grundlagen durchsprechen von Ausrüstung, den Grundlagen beim Sichern, Gefahren, Schwierigkeiten und wie dein Start gelingen kann.

 

Was ist ein Klettersteig?

Klettersteige sind vereinfacht gesagt ein Mix aus Wandern und Klettern. Bei Klettersteigen wird die Schwierigkeit einer Felswand durch fixe Drahtseile, Griffe und Tritte mehr oder weniger stark reduziert. Für die Begehung braucht man anders als beim Klettern keine ausgereifte Klettertechnik, jedoch, Schwindelfreiheit, Kraft (je nach Schwierigkeit) und ein Blick für den Felsen.

 

Die Ausrüstung für den Klettersteig

Das schöne ist, im Gegensatz zu Hochtouren ist der Umfang der Ausrüstung doch überschaubar. Standardequipment für jeden Klettersteig ist ein Klettergurt, ein Klettersteigset, sowie ein Helm und Bergschuhe. Zusätzlich solltest du immer etwas zu Essen/Trinken dabeihaben. Als Notfallausrüstung empfiehlt sich das Handy, eventuell ein Biwacksack, Ersatzklamotten, Stirnlampe und ein Erste Hilfe Set. Das alles kommt in den Rucksack und es kann losgehen.

Ausrüstungsliste kompakt

  • Klettergurt
  • Helm
  • Klettersteigset
  • Eventuell Handschuhe
  • Leichte Berg- oder Trekkingschuhe
  • Bei schwierigen Klettersteigen kurze Schlinge mit Karabinern

 

Grundregeln

Bei Klettersteigen gibt es ein paar Grundregeln*, welche du beachten solltest. Manche beziehen sich allgemein auf Bergsport, andere sind individuell.

  1. Sorgfältig planen
  2. Ziel deinen Voraussetzungen anpassen
  3. Vollständige und normgerechte Ausrüstung verwenden
  4. Bei Gewittergefahr nicht einsteigen
  5. Drahtseil und Verankerungen prüfen (Öffnungszeiten von Klettersteigen beachten)
  6. Partnercheck am Eingang
  7. Ausreichend Abstände einhalten
  8. Klare Absprache beim Überholen
  9. Gefahr durch Steinschlag
  10. Natur und Umwelt respektieren

 

Schwierigkeitsskala bei Klettersteigen

Bei der Schwierigkeitsbewertung von Klettersteigen gibt es, wie auch bei Hochtouren, verschiedene Skalen die eigentlich das gleiche Ausdrücken. Je nachdem wo du unterwegs bist, kannst du einer dieser beiden Skalen finden. Ein Klettersteig ist immer nach seiner schwersten Stelle bewertet.

 

CHALL

HÜSLER

GELÄNDE

SICHERUNG

KÖNNEN

A
leicht

K1

Flach bis steil, meist felsig oder von Felsen durchsetzt, ausgesetzte Passagen möglich

Drahtseile, Ketten, Eisenklammern, vereinzelte kurze Leitern. Begehung größtenteils ohne Verwendung von Sicherungseinrichtungen möglich.

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit empfohlen

B
mäßig schwierig

K2

Steileres Felsgelände, teilweise kleine Tritte, ausgesetzte Stellen

Drahtseile, Ketten, Eisenklammern, Trittstifte, längere evtl. senkrechte Leitern. Schwierigkeiten ohne Sicherungselemente bis III (UIAA).

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, gute Kondition, etwas Kraft und Ausdauer in Armen und Beinen

C
schwierig

K3

Steiles bis sehr steiles Felsgelände, meist kleine Tritte, längere bzw. sehr häufige ausgesetzte Passagen

Drahtseile, Eisenklampfen, Trittstifte, längere oder überhängende Leitern. Klammern und Stifte können auch weiter auseinander liegen. In senkrechten Abschnitten teils nur Drahtseil. Schwierigkeiten ohne Sicherungselemente bis IV (UIAA).

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, gute Kondition, Kraft und Ausdauer in Armen und Beinen

D
sehr schwierig

K4

Senkrechtes, oft auch überhängendes Gelände, meist sehr ausgesetzt

Drahtseil, Eisenklammern und Trittstifte liegen vielfach weit auseinander. An ausgesetzten und steilen Stellen oftmals nur ein Drahtseil.

Genug Kraft in Armen und Händen, da längere senkrechte bis überhängende Stellen und kleinere Kletterstellen bis II /UIAA) möglich.

E
extrem schwierig

K5

Senkrecht bis überhängend, durchwegs ausgesetzt, sehr kleine Tritte oder Reibungskletterei

Drahtseil, Eisenklammern und Trittstifte liegen vielfach weit auseinander. An ausgesetzten und steilen Stellen oftmals nur ein Drahtseil. Oft mit Kletterei kombiniert.

Viel Kraft in Händen (Fingern), Armen und Beinen, erhöhtes Maß an Kondition, Beweglichkeit.

F
> extrem schwierig

K6

Primär überhängend, ausgesetzt, sehr kleine Tritte oder Reibungskletterei

Drahtseil, Eisenklammern und Trittstifte liegen vielfach weit auseinander. Kombiniert mit Kletterei.

Gute Klettertechnik unabdingbar, viel Kraft in Händen (Fingern), Armen und Beinen, erhöhtes Maß an Kondition, Beweglichkeit.

Gefahren bei Klettersteigen

Klettersteige bringen auch einige Gefahren mit sich, von welchen man besser wissen sollte, um entsprechend vorbereitet zu sein.

  1. Verletzungsgefahr beim Sturz
  2. Steinschlag
  3. Gewitter

Ein Sturz hat fatale Auswirkungen. Ein Sturz muss immer vermieden werden. Aus diesem Grund solltest du auch immer genügend Abstand halten. Ein Sturz wird frühestens bei der nächsten Verankerung gestoppt. Zudem besteht hohe Verletzungsgefahr aufgrund der Eisenstifte, Leitern und Bügeln. Wichtig ist, dass du dich nicht überforderst und die Schwierigkeit zu deinem Können auswählst.

 

Auf Klettersteigen bist du in einer Felswand oder am Felsen. Sind viele Leute unterwegs ist die Gefahr für Steinschlag erhöht. Aus diesem Grund ist das Tragen eines Helms Pflicht, um schwere Verletzungen zu vermeiden. Zudem solltest du vor dem Einstieg in Rinnen und Kaminen möglichst warten, bis andere den Kamin verlassen haben. Auch solltest du Pausen nur im sicheren Gelände machen.

Gewitter ist in den Alpen allgemein eine große Gefahr. An Klettersteigen ist diese noch weiter erhöht, denn die Drahtseile sind gute elektrische Leiter. Deshalb solltest du bei Gewitter nicht in den Bergen unterwegs sein. Checke hierfür vorab den Wetterbericht. Bei Anzeichen von Gewitter verlass schnell den Klettersteig.

 

Tipps für den Start

Wenn du kompletter Neuling im Bereich Klettersteige bist, gibt es immer die Möglichkeit Tageskurse für die Begehung von Klettersteigen zu besuchen. Dort lernst du alle wichtigen Dinge und kannst das Ganze unter Aufsicht testen. Zudem kannst du schauen, ob es dir Spaß macht. Ein weiterer Vorteil ist, dass du dort die Ausrüstung leihen kannst, bevor du dir deine eigene Ausrüstung kaufst.

 

Wenn du schon Erfahrung hast, kannst du an Übungsklettersteigen starten und dich dann weiter in der Schwierigkeit steigern. Bedenke aber immer auch den Zu- und Abstieg bei Klettersteigen in deiner Planung.

 

Kritik an Klettersteigen

Im Bezug auf Klettersteige kommt es immer wieder zu kritischen Stimmen. Die Kritik bezieht zum einen auf den Eingriff in die Natur. Man darf nicht außen vorlassen, dass man durch Eisendrähte, Leitern und Stifte doch erheblich in die Natur bzw. die Felswand eingreift. Außerdem lockt das Abenteuer Klettersteig mehr Menschen an, als sonst an diesen Orten üblich wäre. Mit mehr Menschen kommt leider auch mehr Müll. Hier müssen wir als Bergsteiger/in viel mehr Verantwortung übernehmen.

 

Der zweite Kritikpunkt ist, dass jeder sofort mit Klettersteigen starten kann. Die meisten Unfälle und Rettungseinsätze geschehen bei Klettersteigen aus den folgenden Gründen:

  1. Falscher Umgang mit der Ausrüstung
  2. Nicht die passende Ausrüstung für die Tour
  3. Fehlerhafte Einschätzung der eigenen Fähigkeiten (Erschöpfung)

 

Klettersteig – neuer Weg auf den Gipfel

Ich persönlich finde Klettersteige eine nette Abwechslung, welche einem breiteren Publikum die Möglichkeit bieten Abenteuer in den Bergen zu erleben. Hiermit kommen aber auch Gefahren auf. Wenn du mit dem Klettersteig starten willst, achte auf dich, die anderen Bergsteiger/innen und auf die Natur. Wenn du die Grundregeln beachtest, kann es ein tolles Hobby werden. Ich hoffe der Einblick hat dir geholfen. Ich wünsche dir eine schöne Woche. Bis dann,

Jonathan

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