Verantwortung beim Bergsteigen

Verantwortung beim Bergsteigen. Gipfelbild auf dem Dom in der Schweiz

Heute möchte ich über ein anderes Thema sprechen. Es geht nicht um Ausrüstung oder konkrete Touren. Aber es ist ein wichtiges Thema. Es geht um die Verantwortung beim Bergsteigen. Es geht aber nicht nur um die Verantwortung beim Bergsteigen selbst, sondern auch um die Verantwortung über Social Media und auch über Blogs. Deshalb möchte ich mit euch auch über meine Fehler sprechen, wo ich der Verantwortung nicht gerecht geworden bin.

 

Verantwortung am Berg

Aktuell habe ich den Eindruck, dass sich immer mehr Leute für die Berge und den Bergsport interessieren. Das hat zur Folge das immer mehr Menschen in der Natur unterwegs sind. Wenn wir als Bergsteiger auf unseren Touren sind, haben wir auch eine Verantwortung.

 

Die Verantwortung startet schon bei der Planung. Planen wir einen Urlaub in der Natur müssen wir uns immer informieren, ob wir dort unterwegs oder z.B. klettern dürfen. Den teilweise sind Kletterfelsen zu bestimmten Zeiten gesperrt. Da niemand die Felsen wirklich sperren kann ist es deine und meine Verantwortung sich daran zu halten und diese Verbote nicht zu ignorieren.

 

Eingriff in die Natur

Wenn wir dann in den Bergen unterwegs sind, muss uns klar sein, dass wir in ein fragiles und empfindliches Ökosystem eingreifen. Aus diesem Grund sollen wir uns möglichst unauffällig bewegen und keine Spuren hinterlassen. Besonders das Thema Müll ist ein sichtbares. Nehm deinen Müll wieder mit und nehme auch Müll von anderen mit. Das ist nicht viel Aufwand hat aber einen enormen Einfluss.

 

Kulturelle Folgen

Der Punkt ist vor allen wichtig, wenn wir im Ausland unterwegs sind. Es gibt Orte, welche für uns interessant sind als Ziel fürs Bergsteigen oder Klettern, aber für einheimische kann es eine heilige Naturstätte mit wichtiger Bedeutung sein. Hier musst du dich vorher informieren. Hier muss man wirklich Fingerspitzengefühl zeigen. Wichtig ist hier auch, dass man historische Artefakte und Felsmalereien unberührt lässt.

 

Ästhetische Folgen

Fixes Material wie Bohrhaken, Schlaghaken und Abseilschlingen verändern die Umgebung optisch. Das steht deshalb immer wieder in Diskussion, wie Kletterer/Bergsteiger in die Natur eingreifen. Auch können Magnesia und andere Mittel Spuren hinterlassen. Ein Umgang mit dem ganzen Thema ist noch nicht klar geregelt und ist individuell. Wie sich das Ganze entwickelt, liegt auch bei uns.

 

Um die Natur zu schützen ist es deshalb von uns notwendig vernünftig zu handeln. Ansonsten werden immer mehr Gebiete gesperrt oder man muss Gebühren zahlen, um Zugang zu bekommen. Deshalb immer einmal mehr nachdenken, sodass wir alle langfristig diesen tollen Sport durchführen können.

 

Verantwortung im Internet

Mittlerweile bekommen wir in Sekundenschnelle alle Informationen im Internet. Wir können alles zum Bergsteigen nachlesen. Oftmals denken wir dann schnell, ich habe es gehört, also kann ich das auch. Beim Bergsteigen geht aber nichts über die Praxis. Deshalb empfehle ich immer Bergsteigen in Kursen von Profis zu lernen. Blogs sind immer eine gute Ergänzung. Das ist auch der Grund, warum ich nicht über alle Themen schreibe. Ich kann viel über eigene Erfahrungen schreiben. Aber manche Themen muss man von Profis lernen. Hier will ich in Zukunft meine Artikel besser machen und auf diese Dinge hindeuten, dass gerade du am Anfang weißt, worauf es ankommt. Aufgrund meiner Reichweite habe ich hier mittlerweile eine große Verantwortung. Dieser muss ich auch gerecht werden.

 

Die Verantwortung auf Social Media

Auf Instagram scheint die Bergwelt immer perfekt zu sein. Man sieht tolle Bilder von Touren und denkt sich oft, das sieht ja einfach aus. Oft ist nicht klar, was hinter dem Bild steckt. Auch ist das Können der Bergsteiger nicht sichtbar. Durch Bearbeitung generiert man teilweise eine Scheinwelt, um möglichst viele Likes zu generieren. Auf der einen Seite nervt mich das und auf der anderen Seite bin ich selbst auch das Problem. Da ich sehr viele Bilder von meinen Touren/Berge poste trage ich dazu auch bei.

 

Ich werde ich in Zukunft die Bilder besser Kennzeichen. Am besten Fall habe ich hier schon einige Bilder mit der neuen Kennzeichnung gepostet. Kennzeichen sollen zum sein, wann sie aufgenommen worden sind, bei welcher Tour (Schwierigkeit) und ob die Bilder bearbeitet sind. So möchte ich mehr Transparenz schaffen.

 

YouTube – Einblick in die Touren

YouTube oder andere visuelle Plattformen bieten uns Bergsteigern einen realitätsnahen Eindruck von einzelnen Touren. Hier kann jedoch auch schnell der Eindruck geschehen, dass Touren leichter wirken. Hintergrund ist oft die Perspektive, das man den Bergsteiger nicht kennt und die Dauer des Videos. Eine 10 Stunden Tour kann man nicht einfach zusammenfassen. Auf diese Dinge muss man aufmerksam machen, zwar egal wie groß der Account ist.

 

Auf YouTube teile ich seit letztem Sommer viele Eindrücke von Touren. Es stellt für mich eine Ergänzung zu meinem Blog dar. Gerade bei Touren besteht die Gefahr, dass ein falscher Eindruck vermittelt wird. Auch ich habe hier schon einige Kommentare und Feedback bekommen. Zuerst war mein Ego beleidigt, aber wenn man die Emotionen rauslässt waren da schon wahre Dinge dabei. Wenn ich Fehler auf Hochtouren mache, werde ich Sie nicht mehr schön reden wie in einem Video, sondern warnend darauf aufmerksam machen. Verschleiern möchte ich sie auch nicht

 

Verantwortung – unserer Rolle gerecht werden

Egal ob man Berg oder im Internet, wir Bergsteiger haben eine Verantwortung. Da ich euch zu nichts zwingen kann, werde ich nur davon sprechen, meinen Content anzupassen und deutlicher zu kennzeichnen. Auch werde ich dem Thema Schutz der Berge mehr Aufmerksamkeit widmen und noch aktiver darauf achten. Am Ende steht das gemeinsame Ziel im Vordergrund – Spaß beim Bergsteigen. Ich würde mich freuen, von dir Feedback zu bekommen. Vielleicht hast du noch bessere Ideen, wie ich es bei Social Media umsetzen kann. Schönen Start in die Woche. Bis dann,

Jonathan

 

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