Klimawandel in den Bergen

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Spürt man den Klimawandel in den Bergen

Jetzt war ich dieses Jahr wieder im selben Gebiet unterwegs wie letztes Jahr. Touren 2017 und 2018 habe ich jeweils im Wallis gemacht. Der Vorteil dort ist einfach, dass man viele 4000er in unmittelbarer Nähe hat. Jetzt spricht man oft im Zusammenhang mit dem Bergsteigen und den Bergen das Thema Klimawandel an. Heute möchte ich einfach dir einen kleinen Vergleich aufzeigen zwischen den Touren und auf Dinge eingehen, welche mir aufgefallen sind. Der Zeitpunkt der Touren war jeweils direkt am Ende der Saison, das heißt in der ersten und zweiten Septemberwoche.

Wo sind die Gletscher geblieben – Klimawandel im Wallis

Das war eine Überschrift aus der Zeitschrift „Alpin – Leben für die Berge“. Wenn du die Zeitschrift nicht kennst, kann ich diese dir nur empfehlen. Schau hier vorbei.

In dem Artikel wird das Thema der schwindenden Gletscher angesprochen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Bereits 1931 gab es Artikel zum Thema „Sterbende Gletscher“. Dies zeigt deutlich auf, das Thema ist deutlich älter und präsenter als den meisten Leuten, auch mir, bewusst ist. In dem Artikel wird weiter beschrieben wie wichtig  die Gletscher als Trinkwasserspeicher sind, auch besonders für die Hütten. Ohne diese können die Hütten nur mit einem sehr hohen Energieaufwand Wasser anbieten. Weiter wurde berichtet, dass sich die Gletscherfläche in der Schweiz seit 1850 halbiert hat und es Prognosen gibt, dass die Gletscher bis 2100 komplett zurück sind.

Auswirkungen des Klimawandels

Ewiges Eis? – Mittlerweile bilden sich am Fuße vieler Gletscher Schutthalden und riesige Moränen. Gipfel zerbröseln, weil der Permafrost sie nicht mehr zusammenhält. Dieses Jahr hat man dies besonders am Mont Blanc gespürt. Dort war die Steinschlaggefahr so groß wie noch nie. Durch den Klimawandel tun sich aber auch Routen auf, welche bisher nur mit Eisausrüstung möglich waren, auch in Höhen über 3000m. Der Begriff der Turnschuhberge tritt in diesem Zusammenhang auf. So ging es mir dieses Jahr bei der Besteigung der Zufallspitze. Musste man im Juni dieses Jahr noch durch Schneemassen zur Spitze gehen sind wir im August über Stein zur Spitze gelangt. Ein ähnliches Bild könnte sich in Zukunft bei weiteren Gipfeln bieten.

 

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Rückgang des Gletschers im Wallis

Sieht man den Klimawandel?

Ich kann dir aus meiner Erfahrung sagen, dass man einen Unterschied am Gletscher sehen kann. Wenn man wie ich innerhalb eines Jahres am gleichen Ort nochmals ist, wirkt der Unterschied relativ gering und sticht nicht so ins Auge. Bei Bergsteigern mit denen  ich gesprochen haben, war der Schock über den Rückgang der Gletscher groß. Ein Bergsteiger war das erste Mal seit 10 Jahren wieder im Wallis und hat es kaum noch erkannt. An vielen Stellen war dieses Jahr zum ersten Mal Blankeis auf den Gletscher zu sehen. Genau dort, wo Jahre lang eine dicke Schneedecke das Bild dominiert hat.

 

Fazit

Es wird ganz deutlich, dass sich das Bergsteigen durch den Klimawandel ändern wird. Neue Gefahren, aber auch neue Wege für Besteigungen werden sich aufzeigen. Eins wird deutlich: den Klimawandel kann man nicht leugnen und es ist die Pflicht von allen, etwas dagegen zu tun. Wenn dich das Thema weiter interessiert, dann schau gerne noch hier vorbei. Berichte auch gerne von deinen Erfahrungen.

Ich wünsche dir eine schöne Woche. Bis dann,

Jonathan

2 Antworten

  1. Oli sagt:

    Das finde ich echt Schade, dass man den Unterschied schon innerhalb von ein paar Jahren sehen kann. Ohne Gletscher macht es in den Bergen doch nur halb so viel Spaß. Außerdem wird es ja auch gefährlicher, wenn man dann auf dem Gletscher unterwegs ist…

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