Einstieg in die Klettersaison

Bild - Einstieg in die Klettersaison

 

Bald ist es wieder soweit. Das Wetter wird besser und man kann endlich wieder draußen klettern. Nicht jeder hat es über den Winter geschafft, regelmäßig in die Kletterhalle zu gehen. Daher kann das erste Mal Felsklettern wieder ganz schön schwer sein. Heute möchte ich dir ein paar Tipps geben, damit es anders wird. Den Artikel kannst du ergänzend zu meinem Artikel über 5 Dinge, die man beim Felsklettern beachten musst, sehen.

 

Das Problem Kletterhalle

Wenn es dir so wie mir geht, bist du oft in der Kletterhalle am Trainieren und gehst dann an den Felsen und stellst fest, dass es doch wieder etwas komplett anderes ist. Doch woran liegt es?

Ein großes Problem beim Vorstiegsklettern in der Halle ist der geringe Hakenabstand. Man wird durch die Halle verwöhnt. Draußen ist dies oft so nicht möglich. Die Hakenabstände sind um einiges größer und die Vorstiegsmoral leidet darunter ein bisschen. Heute soll es deshalb um das Gefühl beim Klettern am Felsen gehen.

 

Wie fange ich wieder an?

Ich weiß das hört sich simpel an, es ist aber dennoch ein wichtiger Faktor: Du musst klettern. Starte mit vielen einfachen Routen. Es macht keinen Sinn, sich schnell in schwere Routen zu hängen. Besonders am Anfang sollten die Routen auch gut abgesichert sein. Dadurch merkst du sehr schnell, ob du dich wohlfühlst. Auch Routen im Toprope zu beginnen, kann eine Möglichkeit sein, die ich gerne nutze.

IMG 5576 - Einstieg in die Klettersaison

 

Gutes Stehen

Ein- oder vielleicht der Schlüssel zum sicheren und effizienten Klettern ist die Fußtechnik. Wenn du wie ich sehr stark bist, ist es vielleicht ein Faktor, den du auch vernachlässigst. In schwierigen Situationen vernachlässige ich immer die Beine und mache Züge aus den Armen. Im Umkehrschluss bin ich deshalb früher erschöpft und kann weniger Volumen klettern.  Und wenn die Arme einmal zu sind sagt bei mir auch der Kopf, jetzt ist Schluss, da ich dann kein Vertrauen mehr habe und Angst bekomme.

 

Die Fußtechnik kannst du zu Beginn am besten durch Topropeklettern wieder trainieren, sodass du Sicherheit gewinnst. Auch Kletterspiele eignen sich hervorragend, um die Tritttechnik zu verbessern. Zum Beispiel kannst du nur einen Arm nutzen. Dafür musst du immer stabil stehen, um mit dem Arm weitergreifen zu können. Auch das Wegdefinieren von gewissen Tritten ist eine Möglichkeit. Schau am besten hier vorbei für weitere Beispiele.

 

Um den Faktor Angst anzugehen, kann ein Sturztraining hilfreich sein. Sturztraining führst du am besten in Routen durch, welche frei von Hindernissen, wie Absätzen, großen Griffen und Volumen sind. Starten kannst du auch hier im Toprope mit Schlappseil und dich bis zu richtigen Stürzen im Vorstieg steigern. Das Training hat zwei Effekte. Du nimmst dir selbst die Angst vor dem Fallen und, dass das Seil dich hält und die Beziehung zwischen Kletterer und Sicherenden wird dadurch besser.

 

Training

Trotz aller Technik sollten wir auch niemals die Kraft vernachlässigen. Aus diesem Grund gibt es ein paar Übungen, welche du in dein Trainingsplan einbauen solltest bzw. diese auch unterwegs zwischendurch machen kannst.

  1. Liegestütz: Variiere hier zwischen unterschieden Fuß- und Handstellungen
  2. Klimmzüge: Variiere hier mit zusätzlichen Gewichten und den Griffarten. Zu Beginn kannst du auch Unterstützung durch ein Gummiband einbauen
  3. Finger und Unterarme: Gummiringe zum Kneten

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Fazit

Der große Unterschied zum Klettern in der Halle ist die Ernsthaftigkeit beim Klettern draußen. Dafür solltest du folgende Faktoren trainieren:

  • Tritttechnik
  • Sturztraining
  • Krafttraining

Jeder der schon einmal in der Natur am Felsen klettern war, weiß auch, warum man dies macht. Das Gefühl ist unbeschreiblich. Man fühlt sich einfach frei und nimmt deshalb die Strapazen gerne auf sich.

Ich wünsche dir eine schöne Woche. Bis dann,

Jonathan

 

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