Hochtouren Basics

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Hochtouren gehen ist die Königsdisziplin des Bergsteigens. Es geht über Gletscher und Grate. Doch wie begehst du einen Gletscher, um solche Touren durchzuführen. Bei meinem Blog handelt es sich um einen Blog für Anfänger beim Bergsteigen. Die letzten Artikel haben sich mehr an Fortgeschrittene gehalten. Heute soll es wie im Titel steht zurück zu den Basics gehen. Ergänzend zu diesem Artikel kannst du dich auch immer in den anderen Kategorien und Artikel umschauen.

 

Was sind Hochtouren?

Wenn es dir so wie mir am Anfang geht, hört man viele Begriffe im Zusammenhang Bergsteigen. Einige Reden vom Bergwandern, einige von Hochtouren und andere vom Bergsteigen. Doch was ist jetzt was?

Bei der Hochtour gehst du immer über einen Gletscher. Aus diesem Grund kann man sagen, dass in den Alpen Hochtouren immer oberhalb von 3000m sind. Ob eine Hochtour mehr felslastig ist oder viel im Schnee und Eis gegangen wird, hängt von dem jeweiligen Charakter der Tour ab.

Bei Hochtouren kommen viele Faktoren zusammen. Felsklettern, Orientierung, Wetter, äußere Bedingungen und die gletscherspezifischen Gefahren.

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Wie gehe ich auf einem Gletscher?

Du hast jetzt von mir gehört, dass das Gletschergehen eine Hochtour als Hochtour definiert. Da kommt automatisch die Frage auf, wie man sich richtig am Gletscher bewegen soll. Die größte Herausforderung beim Gletschergehen ist der richtige und situationsabhängige Einsatz des Seiles. Prinzipiell gehst du am Gletscher immer angeseilt. Einzige Ausnahme können Gletscher darstellen, welche keine Schneeauflage mehr haben.

Eine Seilschaft ist am besten und am sichersten unterwegs, wenn sie aus drei, vier oder fünf Personen besteht. Sind es mehr ist das Fortkommen echt zäh. Sind es weniger kann ein Spaltensturz schwer zu halten sein. Wer alleine auf dem Gletscher unterwegs ist, setzt sich einem hohen Risiko aus. Der Abstand der Bergsteiger innerhalb einer Seilschaft hängt von der Anzahl der Personen ab. Die Abstände kannst du hier nachlesen.

Wichtig ist es immer, konzentriert zu gehen und zwischen den einzelnen Seilschaftspartnern darf kein Schlappseil sein. Das ist die Fortbewegungsart auf flachen Gletschern. Wird das Gelände steiler ist der erfahrene Alpinist gefragt. Eine Frage steht damit im Zusammenhang. Ab wann ist die Gefahr auszurutschen und zu stürzen größer als die Gefahr, in eine Spalte zu fallen? Hierzu gibt es keine klare Angabe. Es ist nämlich von vielen Faktoren abhängig. Die häufigste Fehlerquelle in diesem Zusammenhang ist die Faulheit „umzubauen“.

 

Wie geht man im steilen Gelände?

Das ist eine Frage, welche auch unter Bergführen diskutiert wird. Man kann sagen, dass das Seil im Gegensatz zum Gletschergehen eingekürzt wird. Der Sicherste geht vorne und hält das Seil straff, dass ein Stolperer nicht zu einem Ausrutscher wird. Sind die Akteure unsicher, muss man über einen Fixpunkt sichern. Oft muss man diese Fixpunkte aber selbst schaffen.

 

Gefahren am Gletscher

Hochtouren bedürfen einer sorgfältigeren Planung als viele andere Touren. Besonders die Bedingungen ändern sich von Jahr zu Jahr. Aus diesem Grund sind Karten oftmals nicht mehr aktuell, dadurch kann sich auch die Wegführung komplett ändern. Durch das Zurückgehen der Gletscher können ebenso neue Spalten entstehen, welche nicht überwindbar sind.

 

Fazit

Wer eine Hochtour gehen möchte, sollte über gute Grundlagenausdauer verfügen. Hochtouren dauern meist etliche Stunden. Zudem sollte man sich vorher ausreichend akklimatisieren. Die Vorbereitung lohnt sich. Denn nur wenn du nicht am Anschlag bist, kannst du die Tour auch genießen. Um den Gefahren entgegenzuwirken und die Fähigkeiten am Gletscher zu erlernen, ist es ratsam einen Kurs zu diesem Thema zu belegen. Bergführer zeigen dir, auf was du achten musst. Du wirst am Berg nur sicherer und besser durch viel praktische Übung. Ich hoffe, der Artikel konnte dir ein paar Impulse geben. Ich wünsche dir eine schöne Woche.

 

Bis dann,

 

Jonathan

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