Alpines Elementarverhalten

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Deine Muster beim Klettern in den Bergen

Vielleicht liest du die Überschrift und denkst dir „was will er mir denn heute sagen?!“. Keine Sorge, so ähnlich ging es mir auch beim ersten Mal, als ich vom alpinen Elementarverhalten gelesen habe. Ich selbst fand das Thema aber so wichtig, dass ich es dir nicht vorenthalten möchte. Das Alpine Elementarverhalten, das ich dir hier beschreibe, bezieht sich hauptsächlich aufs alpine Klettern, ist jedoch fast 1:1 auch für Hochtouren, Wandern, Eisklettern und sonstige Bergunternehmungen anwendbar.

 

Was versteht man unter alpinem Elementarverhalten?

Hiermit ist nichts anderes gemeint wie Verhaltensmuster, welche automatisch ablaufen – du entscheidest dabei nicht bewusst. Es ist so ähnlich wie in der Schule, als der Mathelehrer zu dir meinte die Mitternachtsformel/p-q Formel musst du auch nachts, wenn man dich gerade geweckt hat, aufsagen können. Das alpine Elementarverhalten gehört deshalb zu jeder Tour dazu wie das Schlüsselmitnehmen beim Verlassen der Wohnung oder aktuell die Maske mitzunehmen.

 

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Samt Ausrüstung zur nächsten Tour.

Das solltest du immer dabei haben

Ein Notfall ist Gott sei Dank nicht die Regel, dennoch solltest du immer ein paar Dinge dabeihaben, um im Zweifelsfall angemessen reagieren zu können. Das solltest du mitnehmen beim alpinen Klettern:

 

  1. Rucksackapotheke
  • Dreieckstuch
  • Mullbinde
  • Sterile Kompresse
  • Schmerzmittel
  • Tape
  • Wundpflaster
  • Rettungsfolie
  • Einmalhandschuhe
  • Desinfektionslösung
  • Lampe unabhängig von der Batterie z.B. Petzl e-light

Empfehlung für eine Rucksackapotheke: ORTOVOX First Aid Roll Doc Mid Erste-Hilfe*

 

  1. Handy mit vollem Akku für den Notruf

Falls du schnelle Hilfe brauchst, ist ein Handy unabdingbar. Speichere dir vor jeder Tour auch die wichtigsten Nummern der Rettungskräfte ein. Im Zweifelsfall bist du in Europa mit der 112 immer richtig. Diese verbinden dich mit der entsprechenden Stelle.

 

  1. Kappmesser

Das Kappmesser ist nicht nur ein Notfallinstrument im Rettungsfall. Es schafft auch Sicherheit, wenn du an einem Abseilstand den vorgefundenen Schlingensalat aufräumst. Das spart dir vor allem Zeit und Nerven. Es gibt kaum etwas Schlimmeres, als wenn sich dein Seil in alten Schlingen verheddert.

Empfehlung für ein Messer: Petzl Spatha*

 

  1. Stirnlampe

Falls deine Tour länger dauert als geplant ist eine Lampe unabdingbar. So hast du auch die Chance im Dunkeln noch den nächsten Stand zu finden. Ohne wirst du kaum eine Chance in der Dunkelheit haben.

Empfehlung für eine Stirnlampe: Petzl Swift RL*

 

  1. Helm

Der Helm gehört zur absoluten Grundausrüstung beim Klettern, bei Hochtouren, beim Eisklettern und an Klettersteigen. Dieser schützt dich vor Stein- und Eisschlag, auch bei Stürzen und wenn du beim Klettern mal nicht ganz so aufmerksam bist. Mein Helm hat mich schon vor der einen oder anderen Beule geschützt. Das sieht man ihm auch an.

Mein Kletterhelm: Black Diamond Vapor*

(Achte auf die Größe)

 

Auch das solltest du im Hinterkopf haben

Neben den vorgestellten Ausrüstungsgegenständen möchte ich dir auch noch ein paar andere Dinge vorstellen, welche du für deine Touren im Hinterkopf behalten solltest.

Das alpine Notsignal

Benötigst du Hilfe, gib 6-mal in der Minute mit 10 Sekunden Abstand ein sichtbares oder hörbares Zeichen und wiederhole nach einer Minute Pause. Die Antwort erfolgt durch ein sicht- oder hörbares Zeichen in 20-sekündigem Abstand.

Die Temperatur

Die Luft wird mit zunehmender Höhe immer kälter. Die Abnahme beträgt circa 0,65°C – 1°C pro 100 Höhenmetern.

Wetterbericht

Hole dir vor jeder Tour einen Wetterbericht ein. Neben dem Wetterbericht am eigentlichen Tag ist beim Klettern auch der Niederschlag der vorangegangenen Tage, die Windgeschwindigkeit und die Temperatur wichtig.

Vorsicht mit altem Schlingenmaterial

Vertraue altem vorhandenem Material grundsätzlich nicht. Prüfe es gründlich und nutze lieber dein Material.

Kein Selbstbetrug

Gerade beim Klettern sollten die selbstgelegten Zwischensicherungen passen. Lieber eine zuverlässige Sicherung wie drei So-lala-Sicherungen.

Partnercheck

Der Partnercheck ist vor jeder Tour Pflicht. Er dient dazu Fehler zu vermeiden und dient zu deiner Sicherheit. Mehr zum Partnercheck findest du hier.

 

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Auf dem Weg zum Gipfel.

Deine Sicherheit – die Wichtigkeit der alpinen Muster

Mit dem Artikel wollte ich dir auf keinen Fall Angst machen. Es geht bei dem Thema immer um deine maximale Sicherheit, sodass du noch viele schöne Momente in den Bergen genießen kannst. Um deine Sicherheit zu gewähren solltest du die hier beschriebenen Dinge immer wieder neu kontrollieren, einplanen und für deine Tour mitnehmen. Mehr zum Thema Sicherheit findest du auch in der eigenen Kategorie zu diesem Thema. Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne melden. Bis dann,

 

Jonathan

 

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